2018

Erneute Vertragsverhandlungen über die Finanzierung des Frauenhauses mit der Stadtverwaltung Osnabrück.
Gleichzeitig musste das Autonome Frauenhaus 533 Frauen und Kinder abweisen – so viele wie noch nie!

Die sog. Istanbul Konvention wird im Februar von Deutschland ratifiziert. Damit VERPFLICHTET sich der Staat von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder zu schützen und ihnen Hilfe zukommen zu lassen. Der Gewaltbegriff wird hier weit gefasst und als eine Menschenrechtsverletzung sowie eine Form der Diskriminierung der Frau definiert. Die Konvention legt zudem einen besonderen Fokus auf die “häusliche Gewalt”.

Eröffnung des frauenOrtes Cilli-Maria Kroneck-Salis in Osnabrück/Bad Iburg.
Erinnerungstafeln: Rathaus Osnabrück und Café Kroneck
Als Mitbegründerin des Autonomen Frauenhauses Osnabrück definierte sie Gewalt gegen Frauen als strukturelle Gewalt einer patriarchalen Gesellschaft.

2015

WAVE
3. Weltkonferenz der Frauenschutzeinrichtungen in Den Haag – wir haben mitgewirkt!
Es trafen sich über 1000 Frauenrechtsaktivistinnen aus 115 Ländern zum Thema Gewalt gegen Frauen.

2014

Das Osnabrücker Frauenhaus spürt die Auswirkungen der Wohnungsmarktpolitik deutlich! Immer mehr Frauen und Kinder können keinen angemessenen Wohnraum anmieten.
435 Frauen und Kinder konnten in diesem Jahr nicht aufgenommen werden!

2012

30 Jahre Autonomes Frauenhaus

30 Jahre politische Arbeit von Frauen für Frauen
30 Jahre schnelle, unbürokratische Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder
30 Jahre sicherer Zufluchtsort für Frauen jeglichen Alters, jeglicher Nationalität und unabhängig vom Aufenthaltsstatus

Im Laufe all dieser Jahre fanden ca. 9000 Frauen und Kinder Zuflucht im Osnabrücker Frauenhaus

2007

Infoveranstaltung zur weiblichen Genitalverstümmelung zusammen mit dem Frauenbündnis und Terre des femmes.
2006

Aufgrund der Kürzungen muss die nachgehende Beratung stark eingeschränkt werden.
2 Kolleginnen müssen auf 25 Stunden reduzieren, dh. es gibt keine gleiche Arbeitszeit mehr.
2005

Der Vertrag mit der Stadt Osnabrück wird gekündigt. Neue Vertragsverhandlungen mit der Stadt. Bedingung ist ein ausführlicher Leistungskatalog. Nach zähen Verhandlungen lässt sich eine Kürzung der finanziellen Mittel nicht verhindern.
2002

Gewaltschutzgesetz tritt in Kraft. Das Autonome Frauenhaus Osnabrück spricht sich gegen das Gesetz aus.
2001

Ausstellung im emma-theater: „Ich wünsche mir, daß mein Vater der liebste Mann auf der Welt ist.“ Mädchen und Jungen aus dem Frauenhaus malen Bilder über ihre Situation. Das Jugendtheater spielt dazu ein selbstkonzipiertes Stück.
20-jähriges Jubiläum: Empfang im Friedensaal. Oberbürgermeister Fip hält eine Ansprache. Frauenministerin Trauernicht und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses diskutieren im Ratssitzungssaal über das Gewaltschutzgesetz. Veranstaltung in der Lagerhalle. Die Lästerlotten spielen: LIE-HIE-BE.
2000

Neuer Vertrag tritt in Kraft.
1997

Umstellung der Landesmittel auf Fehlbedarfsfinanzierung. Der Vorschlag die Mieten für verdienende Frauen zu erhöhen, wird vom Frauenhaus abgelehnt.
Etat der Stadt bleibt eingefroren. Erneut keine Tariferhöhungen.
Frauenhaus kritisiert das Projekt „Vernetzte Intervention bei innerfamiliärer Gewalt“.
1996

Frauenhausbewohnerin wird vor dem Frauenhaus von ihrem Ehemann mit einem Messer bedroht und entführt.
Etat der Stadt für Personal- und Sachkosten wird eingefroren, keine Tariferhöhungen.
1993

Das Land Niedersachen finanziert das Frauenflüchtlingshaus.
Neuer Vertrag: Anteilsfinanzierung durch die Stadt. 10% der Gelder müssen in Eigenleistung (Spenden, Bußgelder, Mieteinnahmen) eingenommen werden.
Landesrichtlinien zur Förderung von Frauenhäusern wird geändert.
1992

Massenvergewaltigungen in Bosnien-Herzegowina. Mitinitiatorin der Frauendemo-Gegen Gewalt gegen Mädchen und Frauen überall.
Frauenflüchtlingshaus für bosnische Frauen und alleinreisende, asylsuchende Frauen wird gefordert.
1991

10-jähriges Bestehen wird in der Lagerhalle gefeiert.
Im November werden die neuen Kinderräume, das sog. Kinderhaus bezogen. Damit sind endlich optimale Voraussetzungen geschaffen.
Bundesweite Streik-Aktionswoche der Frauenhäuser.
Veranstaltungen gegen den Golfkrieg. Das Frauenhaus wendet sich gegen den Golfkrieg und macht auf die Auswirkungen des Krieges insbesondere für Kinder und Frauen aufmerksam.
1990

Suche nach neuen Kinderräumen.
Neuer Vertrag mit der Stadt.
1989

Eine ehemalige, 34jährige Bewohnerin, Mutter von 5 Kindern, wird nach ihrem Auszug in ihrer neuen Wohnung von ihrem getrennt lebenden Ehemann erschossen.
1988

Betteldemo am Nikolaiort: „Dem Frauenhaus wird die Luft abgedrückt“. Zur Finanzierung des Frauenhauses fehlen 7130 DM.
Podiumsdiskussion in der Lagerhalle.
1987

Im Kinderbereich arbeiten: Eine ABM-Kraft, eine festangestellte Vollzeitmitarbeiterin sowie eine Berufspraktikantin und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin.
1985

Durch Mittel vom Land Niedersachsen wird eine weitere Vollzeitstelle finanziert. Stadt zahlt Anerkennungsjahr-praktikantin.
1984

3 feste Stellen werden für den Kinderbereich gefordert, damit eine kontinuierliche Betreuung und Begleitung gewährlestet werden kann.
Im November werden 4 ABM-Stellen für den Kinderbereich und die Nachbetreuung von der Stadt finanziert.
1983

Im Haus ist es eng. Räume in einer Schule werden für die Arbeit mit den Kindern zur Verfügung gestellt.
4 Vollzeitstellen und 3 ABM.
1982

Im März 1982 wird das Frauenhaus bezogen. Das Haus verfügt über 30 Plätze für Frauen und Kinder.
Vier 3-Zimmerwohnungen für Frauen und ihre Kinder, eine davon wird zum Kinderbereich.
Die Arbeit wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle und 4 fest angestellten Frauenhausmitarbeiterinnnen geleistet.
In den ersten 3 Monaten beherbergt das Frauenhaus über 100 Frauen und Kinder.
Das Flugblatt Frauenhaus wird entworfen.
1981

Die Situation in der Wohnung ist miserabel und unerträglich. Der Kampf für ein eigenes Frauenhaus geht weiter.
Im September wird ein Haus von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Renovierung wird größtenteils in Eigenarbeit geleistet. Von der Stadt Osnabrück werden 80.000 DM für die Erstausstattung des Frauenhauses zur Verfügung gestellt. Der Trägerverein Frauenhaus Osnabrück e.V. wird gegründet.
Am 2.12.1981 kommt es nach 3-jährigen, zähen Verhandlungen, auch um die Trägerschaft des Hauses, zum Vertragsabschluß zwischen dem Trägerverein Frauenhaus Osnabrück e.V. und der Stadt Osnabrück.
Vereinbart werden 4 Vollzeitstellen zu Beginn, mittelfristig 7 Stellen und langfristig 9 Stellen (Es blieb bei 4 Stellen).
1980

Die Frauenberatungsstelle wird eröffnet.
Eine 80qm-Wohnung in einem Abbruchhaus wird besetzt und für mißhandelte Frauen und ihre Kinder, größtenteils mit Sperrmüll, eingerichtet. Die Stadt Osnabrück zahlt die Telefonkosten des Notruftelefons. Bis zu 17 Personen können in der Wohnung untergebracht werden. Die Arbeit wird ehrenamtlich geleistet.
1979

Erste private Unterbringung von misshandelten Frauen.
Kampf um ein autonomes Frauenhaus.
1978

Der Verein zum „Schutz misshandelter Frauen“ wird mit dem Ziel, ein autonomes Frauenhaus in Osnabrück zu eröffnen, gegründet.